Wie Sie richtig bemerken hat jeder Genussstoff, in Mengen genossen,
unerwünschte Nebenwirkungen. Schon die alten Lateiner wussten: dosis
venenum facit – also die Dosis macht das Gift. Dennoch ist Cannabis bzw.
der entsprechende Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) in hohem Maße
unberechenbar und mit einem extrem erhöhten Risiko verdeckter
gesundheitlicher Langzeitfolgen verbunden als es bei den so genannten
gesellschaftlich anerkannten Drogen der Fall ist. Dies betrifft in
erhöhtem Maße psychische Erkrankungen – vor allem da diese häufig
jahrelang unentdeckt bleiben. Darüber hinaus ist Cannabis die typische
Einstiegsdroge und mithin im kriminalitätsnahen Bereich anzutreffen. Aus
generalpräventiven kriminalistischen sowie gesundheitlichen Erwägungen
ist daher die Freigabe von Cannabis abzulehnen.
Unsere Position in der Drogenpolitik ist eindeutig: Der Grundsatz
„Therapie statt Strafe“ hat sich in der österreichischen Drogenpolitik
bewährt und muss konsequent weiterverfolgt werden. Dies beinhaltet eine
ausgewogene Balance von Prävention, Therapie und Repression. Daneben
muss im Rahmen einer Null-Toleranz-Strategie gegen Dealer und deren
Banden mit aller Härte vorgegangen werden, wobei die Polizeipräsenz auf
unseren Straßen sichtbar zunehmen und die internationale Zusammenarbeit
noch weiter verstärkt werden muss. An so genannten Hot-Spots, also
bekannten Drogenumschlagsplätzen, muss außerdem eine flächendeckende
Videoüberwachung eingerichtet werden.